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Die HafenCity - Hamburgs Zukunft

An den Hafen zieht es viele Hamburg-Besucher sowieso. Doch bald bekommt die Hansestadt eine weitere Attraktion in der Nähe: die HafenCity.

Fertig ist Europas größtes Städte-bauprojekt noch lange nicht, aber das macht die Sache umso spannender. So findet sich südlich des Stadtzentrums in der Speicherstadt das Kesselhaus, in dem eine Ausstellung über die neue HafenCity informiert. Eine großformatige Luftaufnahme der Hamburger Innenstadt hilft bei der Orientierung: Das Gebiet der HafenCity umfasst 155 Hektar, so viel wie 300 Fußballfelder. Im Modell ist die HafenCity im Maßstab 1:500 schon so zu sehen, wie sie einmal werden soll. Bis zu 12.000 Menschen sollen in dem Stadtviertel einmal wohnen, eingezogen sind bisher noch keine 50.

Architektur statt Einheitsbrei

Unmittelbar hinter dem Kesselhaus, am Sandtorkai, stehen die ersten Gebäude. Architektonischer Einheitsbrei ist nicht gefragt. Ausdrücklich sind die Aufträge nicht an einen Großinvestor vergeben worden - ganz unterschiedliche Architekten setzen ihre Entwürfe um. Schon fertig ist das Gebäude von China Shipping, einer der größten Reedereien der Welt. Stahlträger an der Fassade erinnern an den Containerhafen - das passt zum Unternehmen.

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Elbphilharmonie (Computerbild)

Besucher sind in der HafenCity ausdrücklich erwünscht: Die erste Kaimauerpromenade ist schon fertig. Insgesamt sollen die Promenaden, die das Bummeln direkt am Wasser möglich machen, einmal zehn Kilometer lang sein. Schon jetzt ein markanter Orientierungspunkt ist der Kaispeicher A am Dalmannkai. In diesem Sommer, noch bis zum 17. September, wird er täglich bei Einbruch der Dunkelheit "illuminiert": Projektoren tauchen West- und Ostseite des Gebäudes in immer neues Licht. Bis 2009 wird der Speicher aufgestockt und dann als "Elbphilharmonie" genutzt, 103 Meter hoch und mit einem Konzertsaal mit 2200 Plätzen.

Konzerthalle statt Stadion

Die Konzerthalle mit einem geschwungenen Dach, das fast schwebend wirkt, wurde von Herzog & de Meuron entworfen - dem Architektenbüro, das auch Münchens neues Fußball-Stadion gezeichnet hat. Am Dalmannkai entsteht derzeit das zweite große Quartier. An einem der Wohnprojekte wirkt der französische Star-Designer Philippe Starck mit. Dennoch lautet das Motto nicht "Luxus pur": Sogar mehrere Baugenossenschaften errichten hier Wohnungen, die für Durchschnittsverdiener bezahlbar sein sollen.

Beim Wachsen zuschauen

Herzstück der HafenCity soll das Überseequartier werden, das 2010 fertig sein wird. Auch für Touristen wird das Viertel eine spannende Adresse: Direkt daneben soll im Kaispeicher B, dem ältesten Gebäude der Speicherstadt, das internationale Marinemuseum einziehen, das auf der "Sammlung Prof. Peter Tamm" basiert. Das Überseequartier bekommt eine "Maritime Erlebniswelt" mit Großaquarium und einem "Science Center", das Meeres- und Klimaforschung erlebbar machen soll. Schon fertig sind die Magellan-Terassen, ein großer Platz mit Freitreppe und Blick auf den Sandtorhafen. Bei Cappucino und Kuchen können Besucher hier buchstäblich zugucken, wie die HafenCity weiter wächst.

Weitere Informationen:
HafenCity InfoCenter im Kesselhaus, Am Sandtorkai 30, 20457 Hamburg, Tel.: 040/36 90 17 99, http://www.hafencity.info/

dpa, 30. August 2005
Fotos: © dpa

   
   

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