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Besichtigungen

Ein offener Doppeldeckerbus fährt stündlich vom Wafi Center (mit kostenlosem Shuttle von den meisten Beach Hotels) zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Bur Dubai und anschließend nach Deira. Sie können an zehn Haltestellen zu- bzw. aussteigen (The Big Bus, Mai-Sept. tgl. 15-20, Okt.-April tgl. 10-20 Uhr, Fahrt 120 Dh, Tel. 04/324 41 87, www.bigbustours.com). Ein »Wonderbus« startet täglich um 13 und 17 Uhr vom Shoppingkomplex Bur Juman Centre zu mehreren Sehenswürdigkeiten und fährt anschließend in den Creek für einen Seetörn. Tel. 04/359 56 56, www.wonderbusdubai.com, Fahrt 95 Dh

Bastakiya

In der Altstadt haben rund 50 Häuser, die zu Beginn des 20. Jhs. von iranischen Kaufleuten erbaut wurden, und zahlreiche Windtürme den Bauboom der Ölära überlebt. Ursprünglich aus Korallenstein und Lehm errichtet, sind sie fachgerecht restauriert worden und beherbergen heute Galerien, Restaurants und ein Museum. Bur Dubai, Creek-Südufer

Burj al-Arab

Himbeerrot wechselt ab mit Grasgrün und einem hellen Türkis: Nach Sonnenuntergang schimmert das Teflonsegel des Hotels Burj al-Arab wie ein bunter Tropenvogel, wechselt alle 15 Minuten die Farben. Das 2000 eröffnete Hotel schaffte es in kürzester Zeit, zu den berühmtesten der Welt zu gehören. Gründe dafür sind die gewaltige Bausumme von 1,2 Mia. US-Dollar und die Bezeichnung »Sieben-Sterne-Hotel«, die sich die Betreiber selbst verliehen.
321 m hoch reicht das Bauwerk, das die stilisierte Form eines Dhau-Segels zeigt, in den Himmel. Der »arabische Turm« wurde auf einer eigens geschaffenen künstlichen Insel 300 m vor dem Strand ins Meer gesetzt. Heute ist der Burj al-Arab als Logo auf allen Autokennzeichen von Dubai abgebildet, und bei fast allen Stadtrundfahrten wird ein Fotostopp an der Küste gemacht, um das Hotel (aus einer gewissen Entfernung) ablichten zu können. Als Hubschrauberlandeplatz fungiert eine Plattform im 28. Stock. Im 27. Stock befindet sich das Al-Muntaha, das »Himmelblick-Restaurant«. Das spektakuläre Äußere ist erst der Auftakt für das Interieur. Eine in den Emiraten berühmte chinesische Designerin entwarf die opulente Innengestaltung, so ganz nach dem Geschmack der Gäste: Im Burj al-Arab ist tatsächlich alles Gold, was glänzt, dazu Samt, Brokat, Kristall, ein Rausch an Mustern, Stoffen, Farben. Die mindestens 170 m² großen, zweistöckigen Suiten sind fast immer ausgebucht, heißt es, zu Preisen von bis zu 2000 Euro pro Nacht.
Die Besichtigung ist nur durch Reservierung in einem Restaurant möglich: entweder zum Lunch im Al-Mahara (unten, mit »Aquarium«-Blick, ca. 60 Euro) oder im Al-Muntaha (200 m hoch, mit Ausblick, ca. 50 Euro). Der Freitagsbrunch (11 bis 14 Uhr) dort ist der Platz für viele Einheimische. Auch stehen die Restaurants Al-Iwan und Sahn Eddar (1st floor) sowie Majlis al-Bahar (Außenterrasse) zur Verfügung. Reservierung auch in der Skyview Bar (27th floor, ca. 30 Euro) mit phantastischem Ausblick zur Tea Time (16 oder 17 Uhr, ca. 35 Euro) oder zum Dinner unten im Al-Mahara (ca. 120 Euro). Kinder zahlen denselben Preis, dürfen jedoch nicht in die Skyview Bar. Man reserviert mit Angabe der Kreditkartennummer und erhält eine Reservierungsnummer für die Pforte. Wichtig für Herren: langärmeliges Hemd, lange Hose, keine Jeans, keine Sportschuhe oder Sandalen. Tel. 04/301 77 77 u. 301 76 48, Fax 301 70 00, Jumeirah Beach Rd., www.burj-al-arab.com

Creekside Park

Ideal für einen erholsamen Bummel entlang des Creeks - die 2,5 km lange Grünanlage bietet nicht nur gepflegte, nach Einbruch der Dunkelheit stimmungsvoll beleuchtete Spazierwege. In 30 m Höhe verläuft zudem eine Drahtseilbahn, von der aus man einen Panoramablick auf den Creek und die Skyline der Stadt genießen kann. Grillplätze, Restaurants und ein Amphitheater, in dem regelmäßig Aufführungen und Unterhaltungsprogramme stattfinden, gibt es ebenfalls. Kinder schätzen den Abenteuerspielplatz, eine Minigolfanlage und vor allem die Children's City. Tgl. 8-23 Uhr, Mi nur für Frauen, Eintritt 5 Dh, Seilbahn 25 Dh

Dubai Creek

Von der modernen Hochhausarchitektur zu den alten Souks von Bur Dubai: Man kann den Creek mit dem Taxi durch den Shindagha-Tunnel oder über die Maktoum-Brücke kreuzen oder durch den Fußgängertunnel von der Baniyas Road nach Shindagha; schöner (und preiswerter) ist die Fahrt mit dem Wassertaxi (abra) für 50 fils.
Die Überfahrt über den Creek mit einem der offenen Holzboote, die ca. 20 Passagiere aufnehmen können, gehört zu jedem Dubai- Besuch dazu. Während der zehnminütigen Fahrt sieht man die moderne Silhouette der Stadt ebenso wie das traditionell geprägte Bastakiya-Viertel von Bur Dubai. Die Boote legen ab in Deira bei zwei Abra-Stationen (abra docks) und auf der Bur-Dubai-Seite an der Al-Saeed Road. Für nur 50 Dh (der Preis ist von der Stadtverwaltung festgesetzt) kann man eine Abra mit Kapitän für eine halbe Stunde mieten und eine private Minikreuzfahrt unternehmen.

Heritage and Diving Village

In der Nähe vom Sheikh Saeed's Palace (Shindagha-Palast) wurde dem beduinischen Erbe des Emirats, der Zeit vor dem Ölboom und der Perlentaucherei ein Denkmal gesetzt: Nachbauten von Häusern mit Windtürmen, Ausstellungen, Aufführungen und Verkauf von Kunsthandwerk. Sa-Mo 8-22, Fr 17-22 Uhr, Shindagha Rd., Dubai-Seite der Creek-Mündung

Jumeirah Archaeological Site

Nach jahrelangen Bemühungen des jordanischen Chefarchäologen wird die bedeutsamste Ausgrabungsstätte Dubais 2005 der Öffentlichkeit zugänglich. Abbasiden siedelten dort vor 1000 Jahren, an strategischer Stelle zwischen den Handelspartnern Mesopotamien und Oman. Die 8 ha große Ausgrabungsstätte lag damals am Meer. Im 18. Jh. überbaute man die Anlage: die Grundmauern (bis 1 m hoch) einer Moschee, einer Karawanserei, eines Markts, von Wohnhäusern (mit Innenhof, Waschraum, Küche, Feuerplatz), Werkstätten und Läden wurden konserviert. Eröffnung für Herbst 2005 vorgesehen, Jumeirah 1, zwischen Al-Wasl Rd. und Jumeirah Beach Rd. beim Jumeirah Beach Park (off 27 St.), 15 km südwestlich von Dubai, Eingang Ecke 16 St./33 St.

Jumeirah-Moschee

Die größte und spektakulärste Moschee der Stadt, ein elfenbeinweißer Kuppelbau, eine Synthese von traditioneller und moderner arabischer Architektur, dominiert das Villenviertel Jumeirah. Mit Beginn der Dämmerung und dem Ruf des Muezzins zum abendlichen Gebet strömt die moslemische Bevölkerung zu den Eingangstoren, Tausende von kleinen Lichtern lassen das Bauwerk wie einen orientalischen Märchenpalast erscheinen. Jumeirah Beach Rd., Jumeirah
Die Moscheen der Emirate sind Nichtmoslems nicht zugänglich. Das Sheikh Mohammed Centre for Cultural Understanding bietet jedoch geführte Besuche der Jumeirah- Moschee. Treff: Do u. So 10 Uhr vor der Moschee. Auskunft: Beach Centre, Level 2, Jumeirah Beach Rd., Tel. 04/344 77 55, Sa-Do 8-15 Uhr, und Villa 43, Bastakiya, Tel. 04/353 66 66, Sa-Mi 9-14 Uhr

Al-Khor

Der aufregendste Teil der Stadt: Auf dem langen Wasserarm, Dubai Creek oder arabisch Al-Khor genannt, herrscht auch nach dem Bau der großen, modernen Häfen noch viel Betrieb, hier vermischt sich der Geruch von Salzwasser mit dem von Dieselöl. Tag und Nacht werden Hunderte von Dhaus von Hand beladen. Bei einem Spaziergang in Richtung Mündung oder bei einer Fahrt mit dem Boot erlebt man das geschäftige Treiben vor der modernen Skyline der Stadt. An seinem östlichen Ende verbreitert sich der Creek zu einer Lagune, im Winter Heimat einiger Tausend Flamingos.

Al-Qusais

In Dubai sind nur wenige Gebäude älter als 100 Jahre, und kaum etwas verweist auf frühere, gar vorislamische Epochen. Auf Grund der hier gemachten Entdeckungen vermuten Archäologen, dass Dubai bereits vor 3000 Jahren von Wüstenkarawanen als Handelsplatz angesteuert wurde. So fand man in den 950 bis 550 v. Chr. angelegten Gräbern verschiedene Werkzeuge, Keramiken, Alabastertöpfe sowie Schmuck aus Gold und Halbedelsteinen. Besichtigung nur im Rahmen einer Tour, Buchung im Hotel oder Reisebüro, 13 km nordöstlich der Stadt

Ras al-Khor Wildlife Sanctuary

Am landseitigen Ende des Creeks wurde ein 6 km² großer Naturschutzpark eingerichtet, der vor allem Zugvögeln, aber auch residenten Arten und einer großen Kolonie Flamingos Schutz und Lebensraum bietet. 25 000 Vögel aus 80 unterschiedlichen Arten halten sich in dem Revier auf. Es gibt drei Beobachtungstürme. Eröffnung voraussichtlich im Herbst 2005

Sheikh Saeed's House

In Shindagha, dem historischen Viertel am Creek, wo die Besiedlung Dubais begann, werden die noch verbliebenen alten Häuser restauriert. Besonders sehenswert ist die Rekonstruktion des Palasts von Sheikh Saeed, dem Großvater des jetzigen Emirs, mit Ausstellungsräumen (historische Fotos, Münzen, Schiffsmodelle), die sich um einen zentralen Innenhof gruppieren. Sa-Do 8-21, Fr 15-21 Uhr, Eintritt 2 Dh, Shindagha Rd., Dubai-Seite der Creek-Mündung

© Marco Polo Reiseführer

   
   

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