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Entdecken Sie Südafrika!
Ein Land der Kontraste mit pulsierenden Städten, blühenden Regionen, Steppen und Stränden
Südafrika ist ein Reiseland, das jedem Besucher etwas bietet: glitzernde Metropolen und einsame Zulukraals, Wüste und subtropische Wälder, karge Steppen und Gebirge so hoch wie die Alpen mit atemberaubenden Wasserfällen. Sie können in Luxuszügen oder auf dem Motorrad durch das Land reisen, am besten aber doch mit einem Auto über die sehr guten Straßen. Die Küste erstreckt sich über 3000 km entlang des Atlantiks und des Indischen Ozeans. Erlesene Weine werden Ihnen in Weingütern mit zum Teil alter Tradition in einer Landschaft wie aus dem Bilderbuch angeboten. In den Wild- und Naturparks gibt es eine unglaubliche Artenvielfalt und besonders der Besuch des Kruger National Parks (knapp sechs Autostunden von Johannesburg entfernt) ist unvergesslich. Er gehört zu den größten Wildschutzgebieten der Welt. Ein Teil seines Areals liegt in Mpumalanga, der andere in der Provinz Limpopo. Ende 2001 wurden die Grenzen zwischen dem Kruger Park und den Parks Gaza, Banhine und Zinave in Mozambique niedergerissen, um den Great Limpopo Transfrontier Peace Park zu bilden. Später sollen auch die Naturschutzgebiete in Simbabwe dazukommen. Doch erst muss eine Lösung für die politischen Probleme in dem Land gefunden werden. Das sonnige, aber gemäßigte Klima macht den Südzipfel Afrikas das ganze Jahr über zu einem idealen Reiseland. Für Besucher aus der nördlichen Hemisphäre sind die Monate Oktober bis April besonders verlockend, denn wenn dort die Tage kürzer werden, Schnee, Kälte und Dunkelheit die Stimmung dämpfen, beginnt im Süden Afrikas der Sommer. Das Land ist riesig. Allein zwischen Johannesburg und Kapstadt beträgt die Entfernung ungefähr 1600 km. Dazwischen liegt die Inlandsteppe Karoo. Auf der Fahrt kommen Sie an riesigen Schafsfarmen vorbei. Immer mehr Landwirte öffnen ihre Häuser für Touristen. Es ist ein Erlebnis, bei den überwiegend burischen Farmerfamilien mit ihrer sprichwörtlichen Gastfreundschaft zu übernachten. An der Strecke liegt Kimberley, wo in der zweiten Hälfte des 19. Jhs. der größte Diamantenrausch aller Zeiten stattfand. Wer nach der langen Fahrt von Johannesburg auf der Höhe der letzten Bergkette steht, die das Kap gewissermaßen vom Landesinnern abschirmt, muss glauben, den Garten Eden erreicht zu haben: So weit das Auge reicht, erstrecken sich Wein- und Obstanbaugebiete sowie Getreidefelder, die im Winter sattgrün leuchten. In der Ferne am Meer liegt Kapstadt - klar erkennbar das Wahrzeichen, der Tafelberg. Wenn Sie von Kapstadt an die Atlantikküste fahren, können Sie vieles erwarten, aber kein Bad im warmen Meer. Selbst an heißen Tagen ist die Wassertemperatur selten höher als 17 Grad. Dafür ist die Natur unberührt, besonders im Landesinnern, dem Namaqualand, das sich im Frühling (August bis Oktober) in ein riesiges Meer aus blühenden Wildblumen verwandelt. Zum Badeurlaub fahren Sie besser an den Indischen Ozean. Je weiter Sie von Kapstadt gen Norden kommen, desto wärmer wird das Wasser. Den ersten Teil der Strecke bildet die berühmte Garden Route mit so hübschen Orten wie Knysna und Plettenberg Bay. Weiter führt der Weg, immer entlang der vorzüglich ausgebauten N 2, nach Port Elizabeth an der Algoa-Bucht. Nördlich im Landesinnern liegt die Universitätsstadt Grahamstown. In der Umgebung zeugen viele Denkmäler und Schlachtfelder von den blutigen Kämpfen, die hier zwischen den englischen Truppen und den Xhosa-Stämmen stattgefunden haben. Durban, die Metropole von KwaZulu-Natal, ist eine große Küstenstadt und ein beliebter Ferienort mit tropischem Klima. Südafrikanische Inder, die etwa die Hälfte der Stadtbevölkerung ausmachen, prägen das Straßenbild. Vom Trubel nicht allzu weit entfernt liegen das Tal der Tausend Hügel in wahrhaft ergreifender Schönheit und die Drakensberge mit dem höchsten Berg Mont aux Sources (3299 m). Ein grandioses Panorama erwartet Sie im Royal National Park. Im Kontrast zu dem immergrünen, vom Regen verwöhnten KwaZulu-Natal steht der Freistaat. Hier - wie auch in den Nordprovinzen - regnet es nur im Sommer, dann sieht das Land saftig grün aus. Im Winter wirkt es ziemlich trostlos: braun, trocken und staubig. Allerdings ist eben dann auch der afrikanische Eindruck am stärksten. Tagsüber scheint die Sonne vom makellos blauen Himmel, abends können die Temperaturen um bis zu 20 Grad sinken - in Gefrierpunktnähe oder sogar darunter. Das Landesinnere Südafrikas liegt durchweg zwischen 1500 und 2000 m über dem Meeresspiegel. Die größten Städte Tshwane und Johannesburg werden wohl eines Tages zusammenwachsen, aber sie könnten nicht unterschiedlicher sein. Johannesburg ist die glitzernde und schnelle Finanzmetropole, Tshwane ruhig und beschaulich, eine Beamtenstadt. Wie in allen Städten und Dörfern erinnern die Townships, Slums am Rand der reichen (früher nur weißen) Wohngebiete, an die Jahrzehnte der Apartheid. Viele der Hütten haben seit 1994 Wasser und Strom bekommen, und so gibt es hinter den schäbigen Fassaden oft einen Fernseher und eine Waschmaschine. Außerdem baut die Regierung jedes Jahr Tausende neuer Häuser, aber es dauert einfach, bis die Folgen des Unrechtssystems geheilt sind. In Kapstadt, das die Südafrikaner liebevoll Mothercity (Mutterstadt) nennen, hat die europäische Besiedlung begonnen: Als der portugiesische Seefahrer Bartolomëu Diaz Ende des 15. Jhs. ans »Kap der Stürme« kam, lebten hier »Hottentotten« und »Buschmänner«, die heute politisch korrekt Khoisan-Völker genannt werden. Die ersten Siedler in der Region um Kapstadt waren die Buren aus Holland und Deutschland. Ab 1688 kamen die wegen ihres Glaubens aus Frankreich vertriebenen Hugenotten. Sie begründeten die südafrikanische Weintradition. Als die Engländer, begierig, ihr Kolonialreich auszudehnen, ans Kap kamen und eine - vergleichsweise - liberale Menschenrechtspolitik einführten, suchten viele Buren 1835 im Landesinnern Raum. Nach einem erbitterten »Freiheitskrieg« - so die Buren bis heute - erklärte Großbritannien 1899 den Kapstaat zur Kronkolonie. Ab 1948 geriet das Land ins internationale Abseits. Zunehmend beunruhigt verfolgte die Welt die Einführung der Apartheid. Es war ein Weg in die Sackgasse, aus der erst Frederik Willem de Klerk, der 1989 die Regierung übernahm, das Land führte. Er entließ den Freiheitskämpfer Nelson Mandela nach fast 30 Jahren Haft, setzte alle Apartheidgesetze außer Kraft und schaffte damit die Voraussetzungen für eine friedliche, demokratische Lösung. Nach den ersten freien Wahlen 1994 wurde Mandela Staatspräsident. Südafrika wird seitdem auch das Land des Regenbogens genannt, denn es hat ein unvergleichlich farbiges Spektrum von Völkern, Kulturen und Religionen. 1999 wurde Thabo Mbeki, Sohn des Weggefährten und Mithäftlings von Nelson Mandela, Govan Mbeki, Präsident Südafrikas. Vor und nach dem Zweiten Weltkrieg wanderten viele Familien aus Europa ein. Allein in den Kapprovinzen leben 100 000 Deutsche. Kriegsgefangene aus Italien mussten Pass- und Küstenstraßen bauen. Viele blieben nach ihrer Entlassung in Südafrika. Portugiesische Familien zogen ans Kap, als die ehemaligen Kolonien ihres Heimatlandes, wie Mosambik und Angola, unabhängig wurden. Südafrika hat elf offizielle Landessprachen, die der Bevölkerungsgruppen Zulu, Xhosa, Afrikaans, Sotho, Pendi, Tswanga, Tsonga, Swazi, Ndebele, Venda und Englisch, das heute die Lingua franca ist und vor allem in den Großstädten gesprochen wird. Es gibt zwei politische Hauptstädte: Pretoria, heute ein Stadtteil der Gemeinde Tshwane, ist Regierungssitz, und in Kapstadt tagt das Parlament, wo sich die Abgeordneten für sechs Monate zu Sitzungen treffen. Südafrika wirbt mit dem Slogan »Eine Welt in einem Land« - und es gibt eigentlich keinen Besucher, der dem nicht zustimmt.
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